Vom Prompt zum wiederholbaren Ablauf
In einem Chat kopiert ein Mensch Kontext hinein, prüft die Antwort und überträgt das Ergebnis in das nächste System. Dieser Ansatz ist flexibel und für viele Einzelaufgaben hervorragend. Er bleibt aber stark von der jeweiligen Person und ihrem Prompt abhängig.
Ein Agent macht den Ablauf wiederholbar. Quellen, Ausgabestruktur, Prüfungen und Folgeaktionen sind vorgegeben. Dadurch lässt sich messen, ob der Vorgang vollständig war, wie lange er dauerte und wo er eskaliert wurde.
Wann ein Chat völlig ausreicht
Nicht jede Aufgabe braucht Integration. Brainstorming, einmalige Recherche, Formulierungshilfe oder die Zusammenfassung eines unkritischen Textes können direkt im Chat erledigt werden – sofern die Daten dort verarbeitet werden dürfen.
Ein Agent lohnt sich, wenn dieselbe Aufgabe häufig vorkommt, mehrere Systeme berührt, einen Status hat oder eine verlässliche Übergabe benötigt. Dann wird aus individueller KI-Nutzung ein betrieblicher Prozess.
Die eigentliche Arbeit beginnt nach der Modellauswahl
Ob GPT, Claude, Gemini, Mistral oder ein offenes Modell: Für den Betrieb sind Datenzugriff, Berechtigungen, Testfälle, Protokollierung, Kosten und Verantwortlichkeit mindestens so wichtig wie die Modellqualität.
Wir wählen Modelle austauschbar, wo es sinnvoll ist. Der Geschäftsprozess soll nicht unnötig von einem Anbieter abhängen. Gleichzeitig vermeiden wir den Aufwand einer theoretisch perfekten Plattform, wenn ein kleiner, sauberer Workflow das Ziel bereits erreicht.
